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Tagung



2010: Interkulturelle Erinnerung?


Leider müssen wir die Tagung vom 17. April auf unbestimmt verschieben, da aufgrund des Einstellens des internationalen Flugverkehrs unsere Vortragenden teilweise nicht anreisen können. Wir sind bemüht, einen neuen Termin zu fixieren. Wir werden Sie darüber selbstverständlich in Kenntnis setzen.

 

Wir möchten Sie herzlich zu unserer wissenschaftlichen Tagung "Interkulturelles Erinnern? Gedenkstättenarbeit in der Migrationsgesellschaft" am 17. April am Institut für Zeitgeschichte einladen.

Alter, Geschlecht, sozialer Status, Herkunft und andere Merkmale sind für Gruppen und somit für die pädagogische Arbeit relevant. In ihrer täglichen Bildungsarbeit sind PädagogInnen mit heterogen zusammengesetzten Gruppen konfrontiert. Ein wesentlicher "Baustein" von Identität ist der Bezug zur eigenen und gesellschaftlichen Vergangenheit. Seit vielen Jahren veranstaltet der Verein GEDENKDIENST regelmäßig Studienfahrten an NS-Gedenkstätten. Die von uns begleiteten Gruppen setzen sich aus unterschiedlichen TeilnehmerInnen zusammen - viele ohne direkten familiären Bezug zu den NS-Verbrechen. Welche Konsequenzen für historisch-politische Bildungsarbeit ergeben sich aus der Heterogenität der Gruppen? Wir wollen uns dieser Frage gemeinsam mit ExpertInnen nähern: durch Analyse von Konzepten aus Erinnerungstheorie und interkulturellen Pädagogik sowie Erfahrungen aus der praktischen Arbeit.



ReferentInnen und Referenten:
Astrid Messerschmidt, Pädagogische Hochschule Karlsruhe // Yariv Lapid, Memorial Mauthausen // Franziska Ehricht, Mipgasch e.V., Berlin // Nadja Weck, Anne Frölich, Verein GEDENKDIENST, Wien



Tagesprogramm: 12:00-19:00:

12:15 Begrüßung und Einleitung: Historisch-politische Bildung und Diversity-Ansätze auf Studienfahrten

13:00 Historisch-politische Bildungsprozesse in der Migrationsgesellschaft, Fokus: Antisemitismus

14:30 Praxis der zeitgeschichtlichen Bildungsarbeit im Umgang mit "heterogenen Gruppen"

16:00 Neue Konzepte des Memorial Mauthausen

17:00 Podiumsdiskussion aller ReferentInnen

Ort:
Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1
Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Um Anmeldung im Büro wird gebeten. 

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2009: Wehrmachtsjustiz


Kontext.Praxis.Nachwirkungen

 

1.-2. Oktober 2009, Wien

Dachgeschoß des Justizpalastes, Schmerlingplatz 10, 1010 Wien

 

Veranstaltet von: Verein GEDENKDIENST & Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien

 

 

Anlässlich der Präsentation der Ausstellung „Was damals Recht war...“ - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht (siehe www.pk-deserteure.at) veranstaltet das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien in Kooperation mit dem Verein Gedenkdienst ein interdisziplinäres wissenschaftliches Symposium zum Thema.

 

Problematisiert wird die politische und rechtstheoretische Vorgeschichte der Wehrmachtsjustiz ebenso wie deren Funktion als tragende Säule des NS-Staates. Ausführlich behandelt wird darüber hinaus der gesellschaftliche Umgang mit Opfern und Tätern nach 1945. In vergleichender Perspektive dazu wird die Geschichte der alliierten Militärjustiz dargestellt.

 

Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

 

Weiter Informationen: www.univie.ac.at/zeitgeschichte

 

Eintritt frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.





 

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2008: Geschlecht & Erinnerung


Weiblichkeitsbilder in der Erinnerung an das Dritte Reich

 

21.-22. November 2008, Wien

 

Veranstaltet von: Verein GEDENKDIENST & ÖH Uni Wien

 

Wissenschaftliche Beratung: Johanna Gehmacher, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

 

 

MOTIVATION

 

Seit den 1980er Jahren widmet sich die Geschichtswissenschaft geschlechtsspezifischen Untersuchungen der Zeit des Nationalsozialismus. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse über die Geschlechterverhältnisse werden in der Öffentlichkeit jedoch kaum präsentiert, noch weniger diskutiert. Der Verein GEDENKDIENST und die HochschülerInnenschaft an der Universität Wien wollen das Gedenkjahr 2008 zum Anlass nehmen, um im Rahmen einer internationalen wissenschaftlichen Tagung der Öffentlichkeit einen Eindruck vom aktuellen Forschungsstand zu vermitteln und den Blick für geschlechterspezifische Disparitäten in der Erinnerungskultur zu schärfen.

 

 

DAS PROGRAMM

 

In einem ersten Teil der Tagung – Geschlechterstereotype im kollektiven Gedächtnis zum Nationalsozialismus – soll ein Blick darauf geworfen werden, welche Frauenbilder im Gedenken an den Holocaust und in der Erinnerung an das NS-Regime heute etabliert sind. Dabei sollen jene Unschärfen in der kollektiven Erinnerung ausgeleuchtet werden, die sich in den Diskursen über die Geschlechter seit 1945 manifestiert haben.

 

Der zweite Teil – Frauenbilder in der „Volksgemeinschaft“ – widmet sich Geschlechterkonstruktionen und Geschlechterrollen in der nationalsozialistischen Ideologie. Handlungsräume, die Frauen im NS-Regime zugewiesen waren, sollen aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht werden, um ein möglichst umfassendes Bild zu vermitteln.

 

In einer dritten Einheit – Kontinuitäten und Brüche in den Frauenbildern nach 1945 – soll auf Konzepte von Weiblichkeit direkt im Anschluss an den Krieg eingegangen und untersucht werden, welche Kontinuitäten und Brüche im Verhältnis zu den Vorstellungen der nationalsozialistischen Zeit ausgemacht werden können. Haben die festgelegten Geschlechterkonzepte des NS-Regimes das Ende des Regimes überdauert? Inwiefern können Veränderungen festgestellt werden? Haben sich diese Veränderungen, wenn vorhanden, auf die Deutung historischer Ereignisse in den ersten Jahren nach 1945 und auf die Verankerung von Geschlechterstereotypen im kollektiven Gedächtnis ausgewirkt?

 

Ziel der Tagung ist es, einen Ausblick auf die aktuelle Forschung zu geben und Perspektiven für eine Erinnerungskultur aufzuzeigen, welche das Verständnis von den Geschlechterkonzepten des Nationalsozialismus entsprechend den Ergebnissen der Forschung neu bewerten.

 

  

VORTRAGENDE: 

  • Helga Amesberger

  • Brigitte Bailer-Galanda

  • Ruth Beckermann

  • Gabriele Czarnowski

  • Johanna Gehmacher

  • Elizabeth Harvey

  • Sigrid Jacobeit

  • Sylvia Köchl

  • Claudia Kuretsidis-Haider

  • Irene Leitner

  • Kerstin Lercher

  • Terezija Stoisits

  • Wolfgang Wippermann




 

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